Sportzentrum TV Nordhorn: Am Promenadenweg entsteht ein rotes Schmuckstück

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Sportzentrum TV Nordhorn: Am Promenadenweg entsteht ein rotes Schmuckstück

Der Eingangsbereich des Turnerheims ist in eine markante rote Fassade gehüllt (Foto: Westdörp/GN)

Der Eingangsbereich ist in eine markante rote Trespaplatten-Fassade gehüllt. Foto: Westdörp/GN

Wo noch vor gut einem Jahr das sanierungsbedürftige TVN-Vereinsheim samt der öffentlichen Traditionsgaststätte „Turnerheim“ standen, geht heute ein modernes Sportzentrum des TVN seiner Vollendung entgegen.

 Das neue Sportzentrum mit der dahinter liegenden Boule-Anlage und dem Beachvolleyballplatz soll Mittelpunkt des Vereinslebens werden. Im Oktober 2015 war das 1968/69 errichtete „Turnerheim“ abgerissen worden – eine Sanierung des baufälligen Vereinsheims hätte wahrscheinlich ebenso viel gekostet wie ein Neubau. Wenn heute der Vorstand des rund 125 Jahre alten TVN auf das bald bezugsfertige Vereinsgebäude schaut, dann ist man beim Anblick des großzügigen Flachdachbaus, der moderne energetische Standards erfüllt und auf einer Nutzfläche von 424 Quadratmeter die vielfältigsten Nutzungsmöglichkeiten bietet, von der Richtigkeit der Entscheidung überzeugt.

„Es wird toll und super, wir haben alles richtig geplant und richtig gemacht“, meint zufrieden Annemarie Warnecke, Mitglied des geschäftsführenden Vorstandes und Referentin für Finanzen… Das neue Vereinsheim ist mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, im Bewegungsraum sorgen moderne Deckenstrahlplatten für Heizwärme. Das Gebäude ist barrierefrei und ebenerdig, die Zeiten des Treppensteigens im zweigeschossigen Altbau oder der Geschäftsstellenarbeit im nassen, kalten und dunklen Keller sind damit vorbei.

Daran, dass alles „toll und super“ wird, haben neben den Planungs-, Bau- und Handwerkerfirmen auch Vereinsmitglieder ihren Anteil. So bringt etwa der 73 Jahre alte Wolfgang Beutner, seit rund 35 Jahren im Verein und Mitglied des erweiterten TVN-Vorstandes, seine große Erfahrung und sein ganzes Know how als ehemaliger Diplom-Ingenieur für Klima- und Heizungstechnik mit ein. Als eine Art „Bauleiter“ hält Beutner ständig Kontakt mit dem Planungsbüro LINDSCHULTE Ingenieure + Architekten, nach dessen Entwurf das Zentrum entsteht. „Das ist noch einmal eine tolle Sache“, meint der Pensionär zu seiner ehrenamtlichen Reaktivierung im Dienst des TVN.

Für den Neubau wurde durch einen Zukauf städtischen Geländes die Grundstücksgröße von 1000 auf 2045 Quadratmeter erweitert. Für einen optionalen, späteren Anbau steht auf dem Areal eine Erweiterungsfläche von 150 Quadratmeter frei. Das Vereinsheim macht durch seine großen Fensterfronten und seine großzügigen Flurflächen einen hellen und transparenten Eindruck. Der 90 Quadratmeter große Begegnungsraum schließt nach Nordwesten mit einer 36 Quadratmeter großen, überdachten Terrasse ab. Eine öffentliche Gaststätte wie das alte „Turnerheim“ wird das neue Gebäude allerdings nicht mehr beherbergen. Durch Anmietung vom benachbarten Gymnasium stehen insgesamt elf Parkplätze in unmittelbarer Nähe bereit. Der Promenadenweg soll nach den Plänen der Stadt für Autos geschlossen werden und nur noch Fußgängern und Radfahrern offen stehen.

Das insgesamt 1,1 Millionen Euro teure Bauprojekt liegt nach Auskunft von Annemarie Warnecke voll im Finanzierungsplan. Gefördert wird der Neubau aus Mitteln der Stadt, des Landkreises und der Finanzhilfe des Landes.

Auch mit dem Zeitplan liegt das seit Anfang des Jahres im Bau befindliche Großprojekt nach Einschätzung der Bauleitung fast im Plan. Verzögerungen hatte es anfangs etwa durch aufwendige Bodenuntersuchungen auf Altlasten, Tiefenbohrungen nach möglichen Kampfmitteln und eine notwendige Bodenverdichtung für die Standsicherheit gegeben, da das Gebäude auf einem alten Vechtearm steht.

GN, 05.10.2016: Am Promenadenweg entsteht ein rotes Schmuckstück